Waldbrandgefahr

Waldbrandgefahr in Hessen

10.04.2007 – Pressemitteilung

Umweltminister Wilhelm Dietzel ruft zur erhöhten Vorsicht im Wald wegen steigender Waldbrandgefahr auf!

Der auch für den Forst in Hessen zuständige Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wilhelm Dietzel, hat heute in Wiesbaden aufgrund der anhaltend trockenen Witterung und einer sich abzeichnenden Schönwetterperiode mit Temperaturen über 20° C vor einer zunehmenden Brandgefahr insbesondere in den Wäldern Süd- und Mittelhessens gewarnt.

Der Minister: „Bevor im Frühjahr Bäume, Sträucher und Bodenvegetation frisches Grün austreiben, stellen vertrocknetes Laub und Reisig sowie Gras des Vorjahres in Verbindung mit einem die Austrocknung fördernden Wind eine potentielle Brandgefahr für die Wälder dar. Dies wird von vielen Menschen unterschätzt. Regional hinzu kommt in diesem Jahr noch unverwertbares Kronenrestholz und Reisigmaterial aus den Orkanschäden zu Beginn des Jahres“.

Wilhelm Dietzel bittet daher alle Waldbesucher um ihre erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit und wies darauf hin, dass das Rauchen im Wald zwischen Anfang März und Ende Oktober generell verboten sei.

„Alle Waldbesucher werden zudem gebeten, kein Feuer außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen zu entfachen. Auf den Grillplätzen sollte generell darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und dass das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes richtig gelöscht wird. Waldbrandgefahr geht ebenfalls von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben – aber auch entlang von Straßen durch achtlos aus dem Fenster geworfene Zigarettenkippen – aus“, so Minister Dietzel.

„Die Zufahrtswege in die Wälder sollten nicht mit Fahrzeugen blockiert werden. PKW’s dürfen nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden“, mahnte der Minister abschließend. Fahrer von Katalysatorfahrzeugen würden gebeten, ihr Fahrzeug nicht über trockenem Bodenbewuchs abzustellen.

Hinweis: Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die nächste Forstdienststelle zu informieren.

Brandmeldung:
Im Falle eines Wald- oder Flurbrandes ist sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zu verständigen. Dabei sind möglichst die nachfolgenden Daten zu übermitteln:

  • Genaue Angabe des Brandortes
  • Ausmaß des Brandes
  • Art des Brandes (Erd-, Boden- bzw. Wipfelfeuer)
  • Günstigste Zufahrt zum Brandort,
    evtl. einen Treffpunkt mit den Einsatzkräften vereinbaren
  • Derzeitiger eigener Standort des Meldenden angeben

Brandbekämpfung:
Die Brandbekämpfung eines Entstehungsbrandes muss mit allen zur Verfügung stehenden Mittel erfolgen. Da Wasser in den meisten Fällen nicht zur Verfügung steht, könnten die nachfolgend aufgeführten Hilfsmittel wie folgt eingesetzt werden:

  • Austreten von kleinen Brandstellen
  • Auskehren oder Ausschlagen mit etwa 1,5 Meter langen Nadelbaumästen
  • Abdecken der Brandstelle mit Sand, Kies oder Erdreich
  • Löschen mit Feuerlöschern
  • Gegen den Wind in Sicherheit bringen
  • Feuerwehr-Anfahrtswege freihalten
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